Facelifting am Hauptbahnhof Rheydt

EWMG schmückt „blinde“ Schaufenster mit Fotos von Sehenswürdigkeiten: städtebauliches Konzept startet Anfang 2018

Der Hauptbahnhof Rheydt braucht mehr als ein "Facelifting". Ein jahrelanger Investitionsstau seitens der Deutschen Bahn hat seine Spuren an dem überwiegend leerstehenden Gebäude hinterlassen. Bis ein überzeugendes städtebauliches Konzept gefunden ist, legt die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG) dem Areal, das sie im Auftrag der Stadt gekauft hat, jetzt ein temporäres Makeup auf. Großflächige Fotos mit Sehenswürdigkeiten aus Rheydt schmücken die Fassade. Die Botschaft: Rheydt ist einen Besuch wert!

Die EWMG und die Stadtplaner meinen es ernst damit, den Stadtteil Rheydt zu stärken. "Mit dem Ankauf des Empfangsgebäudes haben wir erste Weichen gestellt", sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung. "Der erste Eindruck zählt. Deshalb kommt dem Bahnhof als Empfangstor eine besondere Bedeutung zu." Bis das Areal neugestaltet ist, heißen ab sofort großflächige Fotos die Zugreisenden und Besucher des Bahnhofs willkommen. Zu sehen sind unter anderem das historische Rathaus, die stattliche evangelische Hauptkirche, das triumphbogen-ähnliche Stadtkassenportal, der quirlige Wochenmarkt, die beeindruckende Fassade des Theaters, jubelnde Fans von Borussia Mönchengladbach, die vom Bahnhof Rheydt aus zu den Spielen im Nordpark pendeln und die Ju 52 als Reminiszenz an ihren Entwickler Hugo Junkers, einen berühmten Sohn der Stadt.

Die Fotomotive sind bewusst gewählt, um zu zeigen, dass sich der neugestaltete Bahnhof in die Rheydter Attraktionen einreihen werde, so Schückhaus. "Er soll als ein zentraler Baustein die Innenstadt aufwerten." Die Suche nach einem städtebaulichen Konzept für den Hauptbahnhof, der als Verkehrsstation erhalten bleibt, soll Anfang 2018 starten. Vieles sei vorstellbar, sagt Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt der Stadt Mönchengladbach. "Wir wollen nicht nur das Bahnhofsgebäude selbst, sondern auch das direkte Umfeld in die Neugestaltung mit einbeziehen." Das Ziel: eine zukunftsfähige Lösung, die im Sinne der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt überzeugt.

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