Die Altstadt wird bunt Das „Altstadtlabor“ erntet erste Früchte: neues Leben kehrt in ehemals leerstehende Häuser ein

Die Altstadt wird bunt Das „Altstadtlabor“ erntet erste Früchte: neues Leben kehrt in ehemals leerstehende Häuser ein

Das Ergebnis: Das "Altstadtlabor" erntet erste auch sichtbare Früchte. Nachdem der Grünewald-Platz von Wildwuchs befreit wurde und neue attraktive Sitzmöglichkeiten bietet, kehrt inzwischen auch neues Leben in eine Reihe von Häusern, die jahrelang ein trostloses und unbewohntes Dasein fristeten. "Der Platz präsentiert sich heute in einem neuen Gewand und lädt zum Verweilen und Kommunizieren ein. In der kommenden Woche wird in diesem Bereich noch eine atmosphärische Beleuchtung eingesetzt, der den Platz auch nachts attraktiver erscheinen lässt", kündigt Andreas Wurff, Technischer Beigeordneter der Stadt an. "Der Platz wird bereits heute schon angenommen", freut sich Norbert von Dahlen, der als Geschäftsführer der Intres gGmbH die an den Platz angrenzende und vor kurzem eröffnete Kulturküche betreibt. Das lange Zeit leerstehende Gebäude ist eines von insgesamt sechs Häusern, welche die EWMG in der Vergangenheit erwerben konnte, um attraktive Zwischennutzungen für die Dauer von vier bis sechs Jahren zu schaffen. Vier Häuser werden bereits wieder neu "bespielt", zwei stehen noch leer. Während die "Kulturküche" in der Waldhausener Straße 64 im Erdgeschoss Tagesgastronomie bietet und die oberen beiden Etagen an Kreative und Existenzgründer weiter vermietet, ist schräg gegenüber eine Galerie eingezogen, die zugleich auch Atelierräume für Künstler sowie Kulturangebote wie Kindertheater, Workshops, Maskenbildner und Clownschule bietet. Das von dem Künstler Youssef Riegel gemietete Haus, auch "dasbuntehaus" genannt, ist durch die farbenfrohe Fassadengestaltung im Stile eines Piet Mondrians bereits von weitem zu erkennen. Unmittelbar daneben wird gerade noch an der neuen Fassadengestaltung gearbeitet. Als Reminiszenz an Günter Netzer, der zur Blütezeit der Altstadt in den siebziger Jahren sein legendäres "lovers lane" in der Waldhausener Straße betrieb, haben Susanne und Simone Schroeder einen Cartoon mit Netzers schwarzem Ferrari entworfen und damit den vor kurzem vom Altstadtlabor durchgeführten Fassadenwettbewerb gewonnen.

 

Der Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Initiativen und städtischen Gesellschaften soll auch in den nächsten Monaten weiter fortgesetzt werden. "Neben Maßnahmen, die unter dem Schlagwort "Aufräumen" zu fassen sind, wollen wir uns in der zweiten Jahreshälfte Themen der Kommunikation im Quartier widmen sowie dem Thema Verkehr. Bis jetzt wurden insgesamt von den bereitgestellten 50.000 Euro pro Jahr 23.000 Euro ausgegeben. Auch das ist nahezu eine Punktlandung zur Jahreshälfte", so Martin Platzer.

 

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