Eventhangar Ju 52 startet durch

Quelle „RIMOWA/VFL“

Die Event-Hangar Mönchengladbach GmbH geht bis zum 18. Januar 2013 auf Betreibersuche. Für 4,36 Millionen Euro soll am Mönchengladbacher Flughafen ein Eventhangar entstehen, in dem nicht nur die legendäre Ju 52 ausgestellt wird, sondern der auch weiteren Raum für Veranstaltungen bietet.

Errichtet wird der Eventhangar in seiner typischen Architektur aus Glas und Stahlträgern unter gewölbtem Dach neben dem heutigen Flughafen-Terminal. Das Baukonzept sieht eine Eventfläche vor, die neben der Ju 52 Platz für die Durchführung  verschiedener Veranstaltungen ermöglicht. Die Eventfläche bietet auf ca. 1.100 m2 Platz für 200 Personen an Tischen oder 400 Personen in Reihenbestuhlung. Im ersten Obergeschoss ist neben zwei Seminarräumen ein Restaurant der gehobenen Klasse denkbar. Zugleich soll im Eventhangar auch an das Leben und Werk des Mönchengladbacher Technikpioniers Hugo Junkers erinnert werden.

Außerdem werden von Mönchengladbach aus an bestimmten Tagen Rundflüge mit der „Tante Ju“ angeboten. Das teilte jetzt Bernd Huckenbeck, 1. Vorsitzender des Vereins der Freunde historischer Luftfahrzeuge e. V. (VFL), mit. „Die Kombination von historischem Flugzeug und Veranstaltungen ist eine sehr gute Mischung, die es in der Form an keinem deutschen Flughafen gibt. Dafür liegen uns jetzt schon Anfragen vor“, so Bernd Huckenbeck.

Diese können ab 2015 auch professionell bedient werden, denn ab heute läuft die europaweite Ausschreibung für die Betreibersuche. Bis zum 18. Januar 2013 können sich nun Betreiber bewerben. Nach erfolgter Eignungsprüfung werden im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens drei bis acht Unternehmen aufgefordert ein Angebot für ein konkretes Betreiberkonzept vorzulegen. „Wir gehen davon aus, dass bis spätestens Ende April der Betreiber feststeht, der nach Realisierung des Eventhangars im Frühjahr 2015 den Betrieb aufnehmen kann“, so David Bongartz weiter. „Erste Interessenten haben bereits bei uns angeklopft“.

Ziel des Ausschreibungsverfahrens ist es, den professionellen Betrieb der geplanten Veranstaltungshalle im Sinne der Projektidee sicherzustellen und diesen an einen kompetenten Partner zu verpachten. Gesucht wird ein Betreiber, der mit einem anspruchsvollen Betriebs- und Veranstaltungskonzept für den gesamten Eventhangar einen hohen Qualitätsanspruch an die Art und Umsetzung von Veranstaltungen verfolgt.

Der Fokus für das Veranstaltungskonzept soll dabei möglichst auf dem für Nordrhein-Westfalen bedeutsamen Bereich des Geschäftstourismus (MICE) liegen. Zielgruppe sollten daher nach Möglichkeit vor allem Unternehmen aus der Region, aber auch darüber hinaus sein, die interessante Objekte für Firmenveranstaltungen suchen – beispielsweise Messeaussteller, die eine interessante Eventlocation für ihre Kundenevents benötigen. Veranstaltungsarten könnten z. B. Firmen- und Produktpräsentationen, Kunden- sowie Mitarbeiterveranstaltungen sein.

Mit dem Projekt hat die Event-Hangar Mönchengladbach GmbH an dem Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ erfolgreich teilgenommen. Das Projekt wird zu rund 75 Prozent mit Mitteln der Europäischen Union und des Land NRW in Höhe von 3,28 Millionen Euro gefördert. Der Eigenanteil in Höhe von 1,08 Millionen Euro wird mit 400.000 Euro durch die Stadt und einem Kredit der Tochtergesellschaft EWMG in Höhe von 460.000 Euro, der innerhalb der nächsten 15 Jahre zu tilgen ist, gespeist. Weitere Beteiligungen erfolgen durch den Flughafen Mönchengladbach, den Flughafen-Förderverein und den VFL.

„Der Zuwendungsbescheid wird für Februar erwartet. Der Bescheid auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn liegt uns allerdings seit Anfang Oktober vor, so dass wir nun ganz konkret mit der Umsetzung beginnen können“, sagt David Bongartz von der WFMG, zugleich Geschäftsführer der neu gegründeten Event-Hangar Mönchengladbach GmbH, die als reine Bau- und Besitzgesellschaft zum Zweck der Errichtung des Hangars und der Betreibersuche gegründet wurde.

„Mit dem Eventhangar werden wir ab Frühjahr 2015 ein Highlight in unserer Stadt haben, das nicht nur für Unternehmen verschiedenster Wirtschaftsbranchen, sondern auch für die breite Öffentlichkeit interessant sein dürfte“, so Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der beiden Gesellschaften WFMG und EWMG.

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