Global gedacht, lokal gemacht

Global gedacht, lokal gemacht

47 Aussteller zeigten bei der vierten Auflage der Veranstaltung vielfältige Innovationen und Kompetenzen: Von der Gehäusetechnik über die Platinenfertigung, von Bauteilen und Komponenten bis hin zur Qualitätssicherung und Dokumentation war alles vertreten, was im Netzwerk der Elektronikfertigung von Interesse ist. „Wir haben die Erfahrungen der vergangenen Jahre einfließen lassen und einen noch besseren Mix von Anbietern zusammengebracht“, so Detlev Gunia, Geschäftsführer von R+D Elektronik. In zwangloser und kommunikativer Atmosphäre fand jeder Besucher den richtigen Ansprechpartner für seine Fragen und Problemstellungen in Sachen Geräteentwicklung und -herstellung.

Das Konzept kam bei den Gästen gut an: „Wir nutzen und schätzen die Veranstaltung als wichtiges Forum für einen Meinungsaustausch in Sachen Fertigungstechniken und Materialbeschaffung“, berichtet etwa Nikolaos Sekertzis von der Dielen GmbH. „Die intensive, kompakte Form der Veranstaltung bietet uns die Möglichkeit zum direkten persönlichen Kontakt - für Infos und Neuheiten aus erster Hand.“

Zu den Ausstellern gehörte beispielsweise die argotech GmbH, die neben einem innovativen Prozess-Überwachungssystem Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich der Sensorik vorstellte. Um Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen ging es am Stand der UL International Germany GmbH: Um für den globalen Handel gerüstet zu sein, müssen elektrische Geräte UL-zertifiziert sein. Das Prüfzeichen gilt beim Verkauf eines Produktes in die USA oder nach Kanada als Nachweis, dass es dortigen Sicherheitsanforderungen entspricht.

Auf großes Interesse stieß auch das von EUREGIO e.V. und der Fachhochschule Gelsenkirchen präsentierte Förderprojekt „Mechatronik für KMU“. Mit dem deutsch-niederländischen Projekt für kleine und mittelständische Unternehmen im Grenzgebiet wird die Einführung von Mechatronik in die Produktpalette oder in den Produktionsprozess unterstützt. Die Betriebe arbeiten dabei mit deutschen und niederländischen Wissenseinrichtungen zusammen. Die Förderung kann sich pro Betrieb auf über70.000Euro summieren.

Als Co-Veranstalter war die Hochschule Niederrhein mit dem Fachbereich Elektrotechnik sowie mit dem GEMIT-Institut vertreten, das mittelständische Unternehmen bei der Einführung der RFID-Technik unterstützt.

Parallel zur Ausstellung gab es ein bemerkenswertes Spektrum von17 hochkarätigen Fachvorträgen. Ein Highlight war zum Beispiel bereits der Eröffnungsvortrag zur „Integration von Umweltaspekten in Produktentwicklungsprozesse“ von Michael Niemczyk von der Effizienz Agentur NRW. Ein Thema, das dem in allen Bereichen der Wirtschaft immer wichtiger werdenden Aspekt der Nachhaltigkeit Rechnung trug.

Um „3D räumlich angeordnete Elektronik – neue Konzepte durch integrative Entwicklung“ ging es beim Vortrag von Hanno Platz von der GED Gesellschaft für Elektronik und Design mbH. Aktuelle Informationen bekamen Entwickler und Entscheider darüber hinaus unter anderem zu Themen wie elektrische Sicherheit, Recycling elektronischer Bauteile, Wärmemanagement sowie Hochstromanwendungen auf Leiterkarten.

„Wir freuen uns, dass die Veranstaltung erneut so gut angenommen wurde“, resümiert Gastgeber D. Gunia am Ende eines erfolgreichen Tages, an dem Synergie- und Netzwerk-Bildung eindeutig im Mittelpunkt standen. Sein Fazit: „Für unser Unternehmen und unsere Gäste ein strahlender Auftakt in ein hoffentlich gutes Jahr und ein würdiger Vorbote für die in einigen Wochen stattfindende Hannovermesse.“

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