Mönchengladbacher Allianz für Alleinerziehende: Netzwerk Wiedereinstieg

Mönchengladbacher Allianz für Alleinerziehende: Netzwerk Wiedereinstieg

Seit kurzem ist nun auch die Wirtschaftsförderung der Stadt (WFMG) Mitglied der Mönchengladbacher Allianz für Alleinerziehende. Hier setzt sie sich aktiv für eine Vernetzung von Akteuren ein, um die Rahmenbedingungen zur Integration von Wiedereinsteigerinnen zu verbessern und Unternehmen in der Region Hilfen anzubieten. "Wir wollen mit dem Netzwerk dem demografischen Wandel begegnen und uns für eine familiebewusste Personalpolitik einsetzen", betont David Bongartz von der WFMG. "Familienbewusste Personalpolitik schafft Zufriedenheit bei den Mitarbeitern, Stressfaktoren entfallen, die Arbeitsleistung steigt und bindet die Mitarbeiter noch stärker an die Unternehmen", ergänzt WFMG-Mitarbeiterin Katrin Hoppen, zugleich auch Projektmitarbeiterin der Allianz.

Konkret bringt das Netzwerk alleinerziehende Frauen, die sich für den Wiedereinstieg in den Job entschieden haben, mit Firmen, die Engpässe auf der Suche nach Fachkräften feststellen, zusammen. Dabei spielen Aspekte wie flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeitsplätze, Sonderurlaub bei Krankheit des Kindes, Weiterbildungsangebote und Kinderbetreuung eine zentrale Rolle in der Vernetzung. "Familienfreundlichkeit ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Oftmals sind Frauen sehr gut ausgebildet, allerdings mangelt es an entsprechenden Angeboten", weiß Netzwerkkoordinatorin Silvia Hannemann, Leiterin des Programmbereichs Berufliche Bildung bei der Volkshochschule, die zugleich Projektträgerin ist. "Für den Wiedereinstieg brauchen wir Beratung, Qualifizierung und die Wirtschaft", ergänzt sie. Als Botschafterin in dieser Sache bei den Unternehmen unterwegs ist Katrin Hoppen, die im Frühjahr bei 70 Unternehmen angefragt hatte, um sie für die Kooperation zu gewinnen. Insgesamt 31 Firmen haben auf den Aufruf reagiert. "Jetzt werden wir weitere Gespräche führen, um Firmen und Wiedereinsteigerinnen zusammen zu führen. Dabei sollen individuelle Lösungen für beide Seiten gefunden werden", betont Katrin Hoppen, seit März für die WFMG aktiv.

Welche Angebote die Netzwerkpartner insgesamt anbieten, zeigt ein üppiges "Lotsenwerk", das im Internet unter www.vhs-mg.de/wiedereinstieg zu finden ist und permanent aktualisiert wird. Hier informiert das Netzwerk für Wiedereinsteigerinnen über Bildungsangebote, Fördermöglichkeiten, Kinderbetreuung und aktuelle Projekte.

"Der WFMG liegt das Projekt sehr am Herzen, weil uns gerade bei Neuansiedlungen das Thema Familienfreundlichkeit bei Unternehmen wichtig ist", so David Bongartz. "Hier stehen wir zwar noch am Anfang einer langen Entwicklung, aber der Bedarf ist deutlich erkennbar".

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