Die Geschichte

AI Microapps entstand aus der Beobachtung, dass viele Unternehmen zwar moderne Software einsetzen, jedoch weiterhin mit fragmentierten Prozessen, manueller Arbeit und fehlender Automatisierung kämpfen. Trotz CRM-Systemen, Marketing-Tools und ERP-Lösungen bleibt die eigentliche Prozessausführung oft ineffizient und stark personenabhängig.

Die Gründungsidee war, Software nicht nur als unterstützendes Werkzeug zu denken, sondern als aktiven digitalen Ausführer von Aufgaben. Statt komplexer Plattformprojekte oder langwieriger Integrationen sollten spezialisierte KI-Mikroapplikationen einzelne Aufgaben ausführen, sofortigen Mehrwert schaffen und sich flexibel zu vollständigen Prozessketten kombinieren lassen.

Aus dieser Vision entwickelte sich eine modulare Plattform, auf der Microapps als digitale Co-Worker operieren – selbstlernend, orchestrierbar und konsequent KPI-orientiert. Ziel ist es, Unternehmen eine skalierbare und wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit zu bieten, ihre Prozesse Schritt für Schritt in autonome digitale Ausführung zu überführen.

Gründer sein

Welche Vorteile seht ihr als Gründer in der Selbstständigkeit?

Selbstständigkeit bedeutet für uns Gestaltungsfreiheit und Verantwortung zugleich. Wir können radikale Entscheidungen treffen, neue Denkansätze verfolgen und bestehende Strukturen hinterfragen. Gerade im Bereich KI und Automatisierung ist diese Freiheit entscheidend. Als Gründer können wir schnell experimentieren, iterieren und strategisch langfristige Visionen umsetzen, ohne von etablierten Denkmustern ausgebremst zu werden.

Was war euer schwerster Moment als Gründer?

Der Aufbau von AI Microapps war und ist ein intensiver Prozess. Besonders herausfordernd war für uns die frühe Phase, in der viele strategische und operative Entscheidungen zum ersten Mal getroffen werden mussten. Uns fehlte an einigen Stellen die unternehmerische Erfahrung, und wir haben Fehler gemacht, die sich mit mehr Erfahrung vermutlich hätten vermeiden lassen.

Gleichzeitig war genau das ein zentraler Lernprozess. Wir mussten lernen, Probleme nicht als Rückschläge, sondern als Herausforderungen zu begreifen und strukturiert Lösungen zu entwickeln. Jede Fehlentscheidung hat uns gezwungen, klarer zu denken, Annahmen zu hinterfragen und schneller zu iterieren.

Rückblickend war nicht ein einzelner Moment der schwerste, sondern die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Unsicherheit, Verantwortung und Wachstum. Dieser Prozess hat uns deutlich reifer gemacht und unsere Entscheidungsfähigkeit nachhaltig gestärkt.

Was würdet ihr einem Gründerneuling raten?

Fokussiere dich kompromisslos auf ein konkretes Problem und einen klar definierten Kunden. Versuche nicht, sofort alles abzudecken. Baue zunächst echten Mehrwert für ein kleines, klar umrissenes Segment auf. Geschwindigkeit entsteht durch Fokus. Und teste deine Annahmen frühzeitig am Markt, bevor du in Perfektion investierst.

Gleichzeitig ist ein starkes Netzwerk entscheidend. Suche dir früh eine Community und erfahrene Sparringspartner, die dir ehrliches Feedback geben und neue Perspektiven eröffnen. Wir haben uns beispielsweise beim German-Accelerator-Programm beworben, einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, und arbeiten mit erfahrenen Coaches zusammen. Dieser Austausch hat uns geholfen, strategische Entscheidungen klarer und schneller zu treffen.

Der Gründer

Omid Pourfarid

*1974
Teheran, Iran

Die Idee

Welche Idee verbirgt sich hinter eurem Firmennamen?

Der Name AI Microapps steht für eine neue Art von Softwarearchitektur. Statt monolithischer Systeme setzen wir auf kleine, spezialisierte Anwendungen – Microapps – die jeweils eine klar definierte Aufgabe exzellent ausführen. Durch ihre Kombination entstehen leistungsfähige, orchestrierte Systeme. Der Begriff AI betont, dass diese Microapps nicht statisch sind, sondern intelligent, adaptiv und selbstoptimierend arbeiten.

Was macht eure Idee so einzigartig?

Unsere Idee unterscheidet sich grundlegend von klassischen Softwarelösungen und einfachen KI-Assistenten. AI Microapps sind keine Tools, die nur unterstützen, sondern autonome Ausführungseinheiten. Jede Microapp ist auf einen klar definierten Anwendungsfall spezialisiert und kann mit anderen zu orchestrierten Prozessketten verbunden werden. So entstehen digitale Co-Worker, die Aufgaben nicht nur vorbereiten, sondern vollständig ausführen.

Besonders einzigartig ist die Kombination aus eingebetteter Prozessexpertise, intelligenter Automatisierung und selbstlernender Optimierung. Die Microapps analysieren kontinuierlich ihre Ergebnisse, passen Logiken und Abläufe an und verbessern ihre Performance über die Zeit. Dadurch steigt nicht nur die Effizienz, sondern auch die Qualität der Ergebnisse.

Unternehmen starten mit einem einzelnen Workflow und entwickeln schrittweise ein selbstoptimierendes, skalierbares System, das mit jedem Einsatz besser wird. Diese Fähigkeit zur kontinuierlichen Verbesserung macht AI Microapps zu mehr als nur Automatisierung – sie werden zu digitalen Mitarbeitern mit wachsendem Mehrwert.

Warum Mönchengladbach?

Die Entscheidung für Mönchengladbach war bewusst strategisch. Wir wollten nicht in einem Umfeld gründen, in dem viele Startups um Aufmerksamkeit konkurrieren, sondern dort, wo wir sichtbar sind und direkten Zugang zu Ansprechpartnern haben.

Die Nähe zu Düsseldorf, Köln und Aachen spielte eine wichtige Rolle, da wir so die Vorteile der Region nutzen können, ohne im typischen Startup-Mainstream unterzugehen.

Von Anfang an haben wir auf persönliche Betreuung, kurze Entscheidungswege sowie den Zugang zu relevanten Events und Ressourcen gesetzt – und wurden nicht enttäuscht. Die WFMG war unmittelbar als Ansprechpartner an unserer Seite, hat uns individuell begleitet und uns proaktiv über wichtige Entwicklungen, Veranstaltungen und Fördermöglichkeiten informiert. Diese direkte und praxisnahe Unterstützung war für uns ein entscheidender Faktor.