September 2026

Sehr geehrte Leserinnen und Leser des WFMG-Newsletters,

mit zahlreichen Förderungen und Zuschüssen kommt nach dem langen Sommer noch einmal frischer Wind ins Business; und die Realisierung von Ideen, die über das Jahr gereift sind, liegt vielleicht zum Greifen nah. Im Förderprogramm für studentische Assistenz gibt es neue Plätze, Ladestruktur für Firmenwagen erhält Zuschüsse, KI-Testprojekte und externe Beratungsangebote werden finanziell unterstützt, die Alternative Forschungszulage macht den Antragsstopp bei ZIM wett und die ExpressBürgschaft wurde von 250.000 Euro auf 400.000 Euro erhöht.

Auch veranstaltungstechnisch ist noch kein Saison-Ende in Sicht: Die Exzellenzregion Nachhaltiges Bauen lädt zu Baustellen-Exkursionen und Workshops ein, das Innovation Valley Garzweiler blickt auf der Jahreskonferenz 2026 in Vergangenes und Zukunft, das foodineum startet eine neue Event-Reihe und die Hochschule Niederrhein lehrt mehr Effizienz im Unternehmensalltag. Fehlt dazu noch Fachpersonal? Die Bundesagentur für Arbeit gibt Tipps zu internationalem Recruiting.

Und ganz konkret in Mönchengladbach? Da findet ein großes Netzwerktreffen der Textilbranche statt, ein Leerstand wird zum Kultur-Ort, die Markthalle stellt sich neu auf und sucht Konzepte, die sich sechs Monate lang mietfrei austesten möchten, und das Gladbach-Guthaben ist gestartet – eine digitale Kauf-Karte zur Stärkung des Einzelhandels. Noch nicht gut genug? Die Stadt Mönchengladbach bittet Unternehmen aktuell in einer Umfrage um ehrliches Feedback zu Service und Verwaltung.

Also schnell die Fenster und Türen öffnen und nicht nur die frische Luft, sondern auch die Inspirationen, Fördermöglichkeiten und Projektvorhaben reinlassen.

Ihre Wirtschaftsförderung

Wer seufzt nicht manchmal über Bürokratie, wünscht sich konkrete Ansprechpartner oder fühlt sich mit seinen Anliegen übersehen? Die Stadt Mönchengladbach möchte im Rahmen einer Unternehmensbefragung wissen, welche Erfahrungen Betriebe mit den Service- und Verwaltungsleistungen der Stadt gemacht haben. Mit einer Teilnahme können Unternehmen dazu beitragen, Prozesse künftig effizienter zu gestalten und Verbesserungen dort anzustoßen, wo sie den größten Mehrwert für sie haben. Die Stadt verfolgt das Ziel, als mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung zertifiziert zu werden – ein Bestandteil davon ist die Umfrage. Ihre Meinung zählt daher! Die Teilnahme dauert nur rund drei Minuten, umfasst acht Fragen und ist anonym.

Das neue Zuschussprogramm „NRW.BANK.Impuls KI“ hat begonnen. Ab sofort können KMU in Nordrhein-Westfalen Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro von der NRW.BANK bekommen, um den Einsatz künstlicher Intelligenz vorzubereiten und mit ihr zu experimentieren. Auch wenn KI kein Geheimnis mehr ist, stehen viele Betriebe noch vor der Frage, wie sie sie gezielt einsetzen und nutzen können. Der neue Zuschuss soll bei den Antworten helfen. Beantragen können ihn Unternehmen, die in Beratungs- und Testungsdienstleistungen, Lizenzen oder die Anmietung von Hardware oder Testinfrastrukturen investieren möchten. Anträge können schnell und praktisch online gestellt werden.

Zuständig bei der WFMG: Daniel Dieker / dieker@wfmg.de / 02161 82379-73

Wann haben Sie sich zuletzt darüber gefreut, im Wartezimmer zu sitzen? Für 25 Unternehmen könnte die erneute Öffnung des Wartesaals für das Förderprogramm „MID-Assistent“ zur positiven Überraschung werden. Ab sofort stehen dort nämlich zusätzliche Anmeldeplätze für die Unterstützung zur Einstellung von Hochschulabsolventen bereit. Voraussetzung: Die Absolventen setzen Innovations-, Nachhaltigkeits- oder Digitalisierungsprojekte im Betrieb um. Gefördert werden Unternehmen mit bis zu 50 Angestellten, von denen höchstens fünf einen akademischen Abschluss haben. Bis zu 48.000 Euro Zuschuss sind möglich. Die Unterstützung läuft zwei Jahre und das Jahresbruttoentgelt des Absolventen muss mindestens 30.000 Euro betragen.

Zuständig bei der WFMG: Daniel Dieker / dieker@wfmg.de / 02161 82379-73

Die NRW.BANK hat bei „Mittelstand Innovativ & Digital – Digitale Prozesse“ ein neues Teilprogramm aufgelegt: Gefördert werden Ausgaben für externe Beratungsleistungen zur Analyse und Optimierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, Abläufe durch Digitalisierung effizienter zu machen und neue Software einzuführen. Einreichungen starten am Montag, 7. September, und laufen bis Dienstag, 1. Dezember. Förderfähig sind IST-Analysen, SOLL-Konzepte, die Auswahlhilfe bei neuer Software sowie fachliche Beratung während der Einführungsphase.

Ab sofort gibt es vom Land NRW aufgrund der hohen Nachfrage zusätzliche finanzielle Impulse für den Ausbau von Ladepunkten für gewerbliche und kommunale Nutzfahrzeuge. Bewerben können sich Freiberufler, Einzelunternehmen (ausschließlich KMU), Personengesellschaften, Gemeinden, kommunale Betriebe und Zweckverbände. Die Förderung liegt bei bis zu 30.000 Euro pro Ladepunkt. Insgesamt stehen sieben Millionen Euro zur Verfügung. Voraussetzung sind Erwerb und Errichtung stationärer, steuerbarer, fabrikneuer Schnellladeinfrastruktur mit mindestens 50 Kilowatt je Ladepunkt. Aktuell können die Förderanträge bis 30. Juni 2027 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel gestellt werden.

Mehr Spielraum beim Investment: Die Bürgschaftsbank NRW erhöht die maximale Bürgschaftssumme der ExpressBürgschaft von 250.000 Euro auf 400.000 Euro. So können KMU ab sofort Kredite bis 800.000 Euro mit einer Bürgschaft im vereinfachten Expressverfahren absichern. Das beschleunigte Antragsverfahren ermöglicht Entscheidungen in drei bis fünf Arbeitstagen. Ziel ist, die Finanzierung von Betriebsmitteln, Unternehmenswachstum und Nachfolgefinanzierungen zu beschleunigen und zu verbessern. Die ExpressBürgschaft richtet sich an Unternehmen sowie Freiberufler, die seit mindestens drei Jahren erfolgreich am Markt tätig sind. Zusätzlich werden auch Gründungen und Unternehmensnachfolgen gefördert.

Antragsstopp beim Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) – und jetzt? Das ZENIT-Förderteam hat eine Alternative zur Hand, die bei Beantragung und Fördervoraussetzungen dem Angebot vom ZIM ähnelt: die Forschungszulage. Sie bietet die Chance, bereits laufende oder abgeschlossene Projekte fördern zu lassen, sodass Unternehmen ihre Vorhaben unabhängig vom aktuellen Programmstopp absichern können. Der reguläre Fördersatz beträgt 25 Prozent – KMU können einen Fördersatz von 35 Prozent erhalten. Wann es wieder möglich ist, ZIM-Anträge zu stellen, wird in Abhängigkeit von den Haushaltsmitteln für 2027 und die Folgejahre entschieden.

Über die Grenzen hinausblicken und Fachkräfte finden: Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit veranstaltet am Dienstag, 15. September, ein Online-Seminar, um über ihre Unterstützungsleistungen bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte und Auszubildender zu informieren. Unternehmen erhalten Einblicke in individuelle Vermittlung und internationales Recruiting sowie das Konzept der Fairen Migration. Die Veranstaltung läuft von 9:30 bis 11 Uhr und findet im Rahmen der Aktionswochen „Menschen in Arbeit – Fachkräfte in den Regionen“ statt. Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nötig.

„Kleider machen Leute“ – und Städte. Mönchengladbach ist tief verstrickt in die Textilbranche und gilt als Hub zahlreicher Events, Netzwerke, innovativer Unternehmen und Technologien. Bei der diesjährigen Sommertour besuchen Oberbürgermeister Felix Heinrichs und die WFMG deswegen aktuell auch einige „Hidden Champions“ der Branche, die die Vielseitigkeit der Textil- und Bekleidungsindustrie aufzeigen. Zum Abschluss der Tour findet am Donnerstag, 24. September, ab 18 Uhr ein großes Netzwerktreffen im Monforts Quartier statt. Nach Begrüßung und Einführung ins Projekt „Textilfabrik 7.0“ liegt der Fokus auf Austausch, Kennenlernen und Vernetzung. Der Abend bietet außerdem die Chance, ein langfristig angelegtes, zukünftiges Branchentreff-Format mitzugestalten. Anmeldungen sind noch bis Montag, 14. September, möglich.

Zuständig bei der WFMG: Sina Borczyk / borczyk@wfmg.de / 02161 82379-736

Textil- und Bekleidungsunternehmen sowie Startups, die Interesse haben, sich im Thema Kreislaufwirtschaft zu vernetzen, finden bei den „Circular Textile Days“ im niederländischen Tilburg alle wichtigen Partner entlang der textilen Kette. Die Veranstaltung gilt als eines der führenden europäischen Business-Events für zirkuläre und nachhaltige Textilien und versammelt Akteurinnen und Akteure entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette. ZENIT bietet in diesem Rahmen ein kostenloses Matchmaking an, um gezielte Kontakte zu finden. Bei der Anmeldung zum Matchmaking sind die Messetickets nicht inklusive. Auch eine Delegation aus Mönchengladbach unter Beteiligung der WFMG plant einen Besuch der Veranstaltung, die am 30. September und 1. Oktober stattfindet.

Zuständig bei der WFMG: Sina Borczyk / borczyk@wfmg.de / 02161 82379-736

Die Exzellenzregion Nachhaltiges Bauen lädt ein – und das gleich mehrfach. So entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik in Krefeld ein neues Gründungshaus für nachhaltige Innovationen. Interessant ist das Projekt für regionale Planungs- und Architekturbüros, ausführende Unternehmen, Handwerksbetriebe, Projektentwickler sowie kommunale Vertreter. Besichtigungsdatum ist Freitag, der 11. September, von 9 bis 11:45 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Nicht vor Ort, sondern online findet das Seminar „Kreislaufgerechte TGA – von der Planung bis zur Umsetzung“ statt. Es geht um Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und eine möglichst lange Haltbarkeit von Materialien. Das kostenfreie Webinar beleuchtet praxisnahe Ansätze und findet am Dienstag, 15. September, von 12 bis 13 Uhr via Teams statt. Nicht zuletzt befasst sich ein Workshop am Mittwoch, 23. September, mit dem Thema „Energiekonzepte auf dem Weg zur Klimaneutralität & Kommunale Wärmeplanung“. Im Mittelpunkt steht die Transformation zu einer klimaneutralen Energieversorgung in Städten und Gemeinden, die bezahlbar und resilient ist. Auch hier ist die Teilnahme kostenlos. Veranstaltungsort ist die Textilakademie NRW, von 9 bis 13:30 Uhr.  Bei allen Veranstaltungen ist eine Anmeldung erwünscht.

Wie läuft die Transformation im Tagebaugebiet? Die große Jahreskonferenz 2026 des Innovation Valley Garzweiler gibt Aufschluss und zieht eine Zwischenbilanz. Insbesondere geht es darum, wie Unternehmen, Produkte und Industriestandorte langfristig innovations- und wettbewerbsfähig bleiben. Es kommen Wirtschaftsvertreter, Politiker, Institutionen, Verbände und Wissenschaft zusammen. Am Ende der Veranstaltung werden Erfolgsfaktoren und Impulse für die Weiterentwicklung beleuchtet. Zugleich bietet die Jahreskonferenz Raum für Austausch und Networking. Als Partner des Strukturwandelprojekts ist auch die WFMG an Bord. Das Event findet am Mittwoch, 16. September, ab 14:30 Uhr in der Stadthalle Erkelenz statt. Das detaillierte Programm folgt in Kürze, die Anmeldungen sind noch offen.

Zuständig bei der WFMG: Jan Herting / herting@wfmg.de / 02161 82379-79

Wer sich für Innovationen im Lebensmittelbereich interessiert, ist bei der neuen Veranstaltungsreihe „Connect@5“ des foodineum Neuss genau richtig. Los geht es am Donnerstag, 17. September, ab 17 Uhr. Weder ein Kostenbeitrag noch eine Anmeldung sind nötig. Wer vorbeikommen möchte (Adresse: Markt 17-19, 41460 Neuss), nutzt die Klingel am Seiteneingang „An der Münze”. Das foodineum ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule Niederrhein und des Rhein-Kreis Neuss. Hier werden Expertise, Infrastruktur und Netzwerke gebündelt, um die Lebensmittelbranche in der Region zukunftsfähig aufzustellen und den Strukturwandel voranzutreiben. Es besteht eine starke Vernetzung zur Gründungsregion Niederrhein und zur Gründungsfabrik Mönchengladbach.

Leerstand macht keine Freude – Kultur schon. Nach der Geschäftsaufgabe von Norbert Tellmann lag zunächst eine wichtige Verkaufsfläche in der Rheydter Innenstadt brach. Bis sich eine langfristige Lösung ergibt, ziehen nun temporär Kunst und Kreativität in die Räume ein. EDITH curated rooms und die Stadt Mönchengladbach als Eigentümerin des Hauses machen es möglich. Von Freitag, 11. September, bis Sonntag, 13. September, finden zum Beispiel die 18. Rheydter Kunsttage der Künstlervereinigung „Der Blaue Rheydter e. V.“ im Gebäude statt. Weitere Projekte sollen folgen. Die Initiative wird von der WFMG, der EWMG, der Abteilung Stadterneuerung und Stadtsanierung sowie der Stadtteilkoordination durch Vernetzung unterstützt.

Sie kommen aus der Gastro-, Genuss- und Handelsbranche, haben Ideen und möchten sie unter realen Bedingungen testen? Dann kommt die Neuaufstellung der Markthalle Mönchengladbach wie gerufen. Die Kapuziner Betriebs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, die die Markthalle betreibt, sucht aktuell Konzepte aus den Bereichen Gastronomie, Frischeangeboten, Feinkost, Manufaktur oder Spezialitätenhandel, die den Mix in der Markthalle kreativ und mit frischem Wind ergänzen können. Das Interessante: Die ersten sechs Monate im Ladenlokal sind mietfrei, es fallen lediglich Nebenkosten an. Dabei entsteht Raum, um Ideen zu erproben, Kundenstimmen zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Voraussetzung für eine Anmietung sind ein Konzept- und Businessplan sowie ein Bonitätsnachweis. Vermietung und Auswahl erfolgen direkt über die Markthalle.

Zuständig bei der Markthalle: Holger Brinkmann-Sahm, hb@markthalle-mg.de, 0159 06278119 

Das Gladbach Guthaben ist da. Damit hat die Marketing Gesellschaft Mönchengladbach (MGMG) eine lokale und digitale Guthabenkarte herausgebracht, die gezielt auf die Kaufkraft vor Ort einzahlen soll. Das Guthaben kann bei allen teilnehmenden Händlern, Gastronomiebetrieben und Dienstleistungsunternehmen in der Stadt eingelöst werden. Dazu gehören zahlreiche Geschäfte von Mode und Einzelhandel über Friseure und Buchhandel bis hin zu Apotheken, Fahrradläden, Cafés und Restaurants. Wer sich dem Netzwerk als Unternehmen anschließen möchte, ist herzlich eingeladen. Lokale Arbeitgeber können Mitarbeitenden im Rahmen des steuerfreien Sachbezugs zusätzlich eine monatliche Aufladung von bis zu 50 Euro gewähren. Eine Teilnahme an der Aktion birgt die Chance von mehr Sichtbarkeit und neuen Kunden. Das Gladbach Guthaben kann mit beliebigen Beträgen aufgeladen und in Teilbeträgen eingelöst werden – auch als Geschenkidee zur bald nahenden Weihnachtszeit.

Zuständig bei der MGMG: Andreas Henke / andreas.henke@mgmg.de / 02161-9854203

„Warum dauert das so lange?“ Wer effizient arbeiten möchte, ärgert sich, wenn sich nichts bewegt, vor allem, wenn auch die Kunden ungeduldig werden. Die Hochschule Niederrhein bietet mit ihrer sechstägigen Weiterbildung „Lean Six Sigma Green Belt“ ab Donnerstag, 10. Dezember, einen praxisnahen Einblick, wie sich Probleme systematisch analysieren, Verschwendung reduzieren und Prozesse nachhaltig verbessern lassen. Eingeladen sind vor allem Interessierte aus den Bereichen Produktion, Dienstleistung, Verwaltung und Gesundheitswesen. In diesem Zertifikatskurs werden wissenschaftlich fundierte Methoden mit „Hands-on“-Training verknüpft. Die Anmeldefrist endet am Mittwoch, 25. November.

v.i.S.d.P.

WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH

Steinmetzstraße 57-61
41061 Mönchengladbach

https://www.wfmg.de/ | info@wfmg.de

Geschäftsführer: Stefan Anspach (Vorsitzender), Friedhelm Lange
Redaktion: Jan Schnettler, Samira Fischermann (WFMG), Sarah Flory (Texthörnchen)

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