Mit so vielen Startups wie nie zuvor reist die WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH am 10. September zum „Future Tech Fest“, Deutschlands führender B2B-Startup-Messe und -Konferenz. Sieben innovative Digitalprojekte präsentieren sich dann am WFMG-Stand den mehr als 5.000 Gästen auf dem Areal Böhler in Meerbusch/Düsseldorf. Zudem wird ihr eigenes Strukturwandel-Projekt „Gründungsfabrik Mönchengladbach“ wieder am Start sein. Doppelt vertreten ist aber auch die Hochschule Niederrhein: mit ihrer Gründungsberatung HNX und dem Gründungs-Forschungsprojekt RediStar.
Als Gesellschafterin des ausrichtenden Digihub Düsseldorf/Rheinland ist die WFMG von Beginn an Partner des „Future Tech Fests“ bzw. des Vorläuferformats „Digital Demo Day“. So wie die Veranstaltung über die Jahre gewachsen ist, ist es auch die Mönchengladbacher Delegation, die die WFMG mit an ihren Messestand bringt. Das liegt zum einen an ihrem Projekt Gründungsfabrik Mönchengladbach (GFMG), das Gründungswilligen und Startups Wissen, Netzwerk und Erfahrung an die Hand gibt – unter anderem in Form von Workshops, 1:1-Sessions mit erfahrenen Coaches, Keynotes sowie Netzwerk-Events. „Es liegt aber auch an einer wachsenden Zahl an innovativen Digital-Startups aus Gladbach und der Region, denen wir einfach sehr gerne die Bühne geben, beim Future Tech Fest auf sich und ihre Dienstleistungen und Produkte aufmerksam zu machen“, sagt Jan Schnettler, Leiter Startup-Service bei der WFMG.
In diesem Jahr sind es gleich sieben an der Zahl. Zwar ist seit dem Frühjahr das Gründungsstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen vorübergehend ausgesetzt, doch zwei Startups aus Mönchengladbach sind als vorerst Letzte noch mit durch die Tür geschlüpft und werden dementsprechend seit Kurzem gefördert: CABITREE und IN THE LOOP. Ersteres entwickelt leichte, biobasierte Holzwerkstoffe und verbindet deren Entwicklung mit einer nachvollziehbaren Herkunft eingesetzter Materialien. Diese digitale Lösung namens TreePass soll Informationen zu Herkunft, Materialcharge, Verarbeitung und späteren Prüf- und Produktdaten strukturiert mit dem Werkstoff verbinden. Perspektivisch soll daraus ein digitaler Produktpass entstehen. „Wir wollen nicht nur einen neuen biobasierten Werkstoff entwickeln, sondern auch nachvollziehbar machen, woher seine Bestandteile kommen und welche Stationen das Material durchlaufen hat“, erklärt Phillip Schäfgen, gelernter Tischler und angehender Gründer.
IN THE LOOP wiederum widmet sich Empfehlungen zwischen Unternehmen – und der Frage, wie man diese per Digitallösung aus ihrem verwertungstechnischen Dornröschenschlaf erwecken kann. „Empfehlungen entstehen täglich, sind aber heute meist nicht dokumentiert, nicht nachvollziehbar und nicht auswertbar“, sagt Initiator Christopher Neugebauer. IN THE LOOP soll dieses Problem lösen, indem Empfehlungen als klarer digitaler Prozess abgebildet werden: Kontakte werden DSGVO-konform freigegeben, Vermittlungen dokumentiert und über Feedback-Loops nachverfolgt. Neugebauers Co-Gründer Willi Rack wird IN THE LOOP beim „FTF” vertreten.
Dort werden sich auch noch weitere Gründerinnen und Gründer vernetzen, potenziellen Kunden oder Investoren vorstellen oder ganz einfach internationale Startup-Luft schnuppern. Darunter befinden sich beispielsweise „nodes“, ein Team der Hochschule Niederrhein, das eine digitale Plattform als textiles Recyclingmanagement-Tool entwickelt; Skopion Intelligence, das die digitale Angriffsfläche von Unternehmen sichtbar macht; DigitalMatch Tech, das Softwareentwicklungs-Squads aus dem Ausland an Unternehmen vermittelt und steuert; Scalynta, ein KI-gestütztes Diagnosetool für Supply Chain und Logistik; sowie Purrcruit, eine Softwarelösung für selbstständige Personalvermittler, die KI-Funktionen beinhaltet. Ebenso ist die Hochschule Niederrhein wieder vertreten – mit ihrer Gründungsberatungs-Unit HNX und dem Projekt RediStar, das zum Thema diversitätssensible Gründungsförderung forscht.
Die Standnummer der WFMG und allen genannten Startups lautet G11, der Stand ist von 9 bis 17 Uhr besetzt. Um 15% rabattierte Tickets gibt es mit dem Code bepart@ftf26 unter www.futuretechfest.de.
Die beigefügten Fotos zeigen:
(1) Phillip Schäfgen setzt sich mit Cabitree für eine nachhaltigere Forstwirtschaft durch Digitalisierung ein. © Phillip Schäfgen
(2) Majlen Pattakhenang gründet Scalynta, ein KI-gestütztes Diagnosetool für Supply Chain und Logistik. © Majlen Pattakhenang
(3) Das Gründungsprojekt „nodes“ aus der Hochschule Niederrhein, Lisa Gudehus und Sabrina Mauter (v. l.). © nodes
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